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Römisches Bad

Römisches Bad

© iStockphoto/Thinkstock

Die Badekultur des alten Roms ist bis heute legendär. Viele moderne Freizeit-Bäder orientieren sich deshalb immer noch an ihren antiken Vorfahren.
Ein Römisches Bad ist gar nicht so römisch wie es auf den ersten Blick scheint. Denn die Römer waren bis ca. 200 v. Chr. nicht sonderlich reinlich, im Gegenteil, zu häufiges Baden galt als ungesund. Doch nach und nach begann sich ein neuer Trend aus Griechenland im Römischen Reich durchzusetzen: die Therme. Thermen (thermos griechisch für warm) waren in Griechenland beliebte Orte der Körperhygiene und der sozialen Kommunikation. Dort traf man sich, badete zusammen und unterhielt sich. Als nach dem Vorbild der griechischen Thermen ein erstes Römisches Bad entstand, entdeckten auch die Römer schnell die Vorteile der griechischen Badekultur. Überall entstanden neue Bäder und bald hatten alle Dörfer und Städte ein eigenes Badehaus, wenn nicht sogar mehrere. Die Badehäuser waren meist großzügig angelegt und komfortabel beheizt. Zusätzlich wurden Räume für die sportliche Ertüchtigung oder für die Ausstellung von Kunst eingerichtet. Die Bäder wurden immer prächtiger und bunter. Meist war ein Römisches Bad mit aufwendigen und farbenfrohen Mosaiken ausgestattet.

Ein Römisches Bad und sein Aufbau

Ein Römisches Bad folgt keinem festgelegten Plan. Doch weisen die meisten Römischen Bäder gewisse Ähnlichkeiten auf. Zum Beispiel gibt es in Römischen Bädern beheizte Räume zum Aufheizen und Abkühlen des Körpers, wie z.B. Caldarium oder Frigidarium. Die Räume müssen hintereinander durchschritten werden, wobei die unterschiedlichen Temperaturen den Kreislauf anregen. Daneben gab es auch Waschplätze oder in größeren Bädern ein eignes Schwimmbecken.

Römische Bäder in Deutschland

Der neue Trend schaffte es auch bald über die Alpen in die römischen Garnisonsstädte. So findet sich z. B. in Köln oder Trier ein ehemaliges Römisches Bad, jedoch nur als Ruine. Die legendäre römische Badekultur erwachte erst im 19. und 20. Jahrhundert wieder zum Leben. So baute man in Kurorten wie Baden-Baden Bäder, die das antike Konzept eines Römischen Bades fast 1:1 übernommen haben. Aber auch viele moderne Freizeitbäder sind in Teilen wie ein Römisches Bad gestaltet. Vor allen Dingen in den Saunabereichen findet man kunstvolle Mosaike oder Räumlichkeiten mit der Bezeichnung Frigidarium und Caldarium.